Vereinsinformationen

Unsere Schützenplatz- Anlage heute

Die Entstehung der einzelnen Schützenanlagen

Mit Stolz kann die St. Matthias-Schützenbruderschaft von 1867 e.V. heute ein Schützenplatz-Gelände von zusammenhängend 4800 m² in der Flur „In der Mühlenwies" ihr Eigen nennen.

Dieses ist die dritte Heimstatt in unserem fast 150-jährigen Bestehen.

Bereits im Gründungsjahr 1867 stellte der Schützenbruder und Trass-Mühlen-Besitzer Hubert Netz der Schützengesellschaft, wie sie sich damals nannte, einen Schießstand im „Hermersberg" zur Verfügung.

Aber auch zu dieser Zeit hieß es schon Geben und Nehmen.

Für die Großzügigkeit von Hubert Netz, welcher gleichzeitig auch noch eine Gastwirtschaft – der uns heute bekannten „Alten Post" - betrieb, musste ihm die Gesellschaft für drei Jahre die Bewirtung auf dem Schießplatz überlassen.

Dass auch am Ende des 19. Jahrhunderts der Schießbetrieb in geregelten Bahnen verlief, zeigt auch der Beschluss zur Anschaffung eines vorschriftsmäßigen Scheiben-Schießstands vom 18. Juni 1888:

Da diese erste Schießanlage wahrscheinlich zu weit vom Ortskern lag, erwog die Schützen-Gesellschaft im 25. Jahr ihres Bestehens laut Versammlungsbeschluss vom 22.05.1892 ein neues Schützenplatz-Gelände anzukaufen.

Dass die Tatkraft der Brohler Schützen auch damals schon zu vermelden war, bringt das Protokoll einer Versammlung vom 26. April 1892 zu Tage:

 

„..... das Königsschießen wird auf dem neuen Schützenplatz abgehalten.....".


Die Jubiläumsveranstaltung und das Königsschießen wurden tatsächlich bereits am 24. Juli gleichen Jahres an neuer Stätte abgehalten.

Der Standort dieses Schützenplatzes lag auf der Höhe des heutigen Brohltalbahn-Bahnhofs.

Der Baubeginn der Brohltal-Bahn brachte es mit sich, dass der Schützenplatz an dieser Stelle nicht mehr angebracht war.

Eine günstige Gelegenheit ergab, dass man aus der Versteigerungsmasse der Fam. Kaumanns Parzellen im Distrikt „Auf dem Röttgen/ „In der Mühlwies" erwerben konnte, welche zur Anlage eines neuen Schützenplatzes geeignet erschien.

Bereits im Oktober 1899 war dies beschlossene Sache.

Dieser Schützenplatz befindet sich heute noch an gleicher Stelle und ist im Laufe der Jahre durch gezielte Grundstückskäufe zu der heutigen Fläche arrondiert worden.

In mühseliger Handarbeit, denn der Zugang zum Schießplatz war bis in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts nur so breit, dass man mit einem Handkarren am Mühlenbach vorbeifahren konnte, wurden die erforderlichen Schießstände und den damaligen Bedürfnissen genügende Toiletten-Anlage erstellt.

Der Mut oder auch das Bedürfnis die Anlage in den folgenden Jahren zu verbessern wird wohl bis in die ersten Jahre nach dem II. Weltkrieg angedauert haben.

In dieser Zeit des Wiederaufbruchs, eines sich zeigenden Wirtschaftswunders und auch die Rührigkeit neuer, junger Kräfte brachte es mit sich, dass es von Jahr zu Jahr besser wurde.

Vornehmlich hieß es jedoch in der 1. Aufbauphase, die baulichen Veränderungen zur Aufrechterhaltung des Schießbetriebs voranzutreiben und einen Kugelfang mit mühseligen Mitteln zum Waldgrundstück „Im Teichheck" zu erstellen.

Es waren hierbei immer genügend eifrige Hände am Werk.

Wiederum eine günstige Gelegenheit brachte das Jahr 1955.

Man konnte die Trinkhalle des Tönissteiner Sprudels erwerben.

Nachdem man den Abbau und Wiederaufbau dieses in den Maßen 12 x 8,5 m hölzernen Ständerbauwerks in den Sommermonaten mit eigenen Kräften vollendet hatte, hatte man erstmalig ein „Dach über dem Kopf", welche in ihrer Grundkonzeption noch in der heutigen Anlage aufgeht.



Am 18. August 1963, dem 2. Schützenfest, wurde erstmals eine neue Gerätehalle, welche an die ehemalige Trinkhalle angebaut wurde, in Betrieb genommen.

Sie sollte, mit zusätzlich vorgenommenen Modernisierungsmaßnahmen, fast 30 Jahre gleichzeitig als Küche, Ausschank und Geräteraum dienen.

Als Schießstand diente ein nach allen Seiten offener Unterstand mit Zinkblech-Ab-deckung. Die Schießbahn und auch der Kugelfang ließ aus heutiger Sicht sehr zu wünschen übrig.

 

Es sollte bis in das Jahr 1974 dauern, ehe sich die Schießplatz-Anlage im Zuge der Erschließung des Bebauungsgebietes „Teichheck“ gänzlich änderte.

Grundstücks-Veräußerungen oberhalb der Schießanlage brachten die finanzielle Voraussetzung für die Notwendigkeit, die Schießbahn in ihrer Steigung abzusenken.

Die Installation eines Strom-Anschlusses und die Versorgungsanschlüsse an das Erd-gas- und Wassernetz war aus dem Neubau-Gebiet gegeben.

Eine neue Toiletten-Anlage mit Klärgrube vervollständigte diese richtungsweisende Maßnahme.

Es war eine finanzielle Bürde, welche die Bruderschaft, trotz vieler freiwilliger Helfershelfer, lange Jahre belastete.

Auch gewann der Schießstand in der Grundkonzeption sein heutiges Ansehen.

Es sollte weitere 7 Jahre dauern, ehe man der aufstrebenden Sportschützen-Gruppe und den reichlichen Jugendlichen dem Wunsche nach einem 3-seitig geschlossenen Raum mit anschließendem Umkleideraum nachkam.

 

Geschossen wurde ins Freie und gerade bei den Rundenwettkämpfen in den Winter-monaten war das für die Gegner wegen den widrigen Umständen ein gefürchtetes Pflaster.

 

In den nächsten Jahren konnte die Bruderschaft durch viel Fleiß und Schweiß der Mitglieder den offenen Hallenbau gänzlich verkleiden, isolieren und mit genügend Fenstern versehen.

Der Boden erhielt einen einheitlichen PVC Belag und für die Wintermonate war auch genügend Heizfläche vorhanden.

Man hatte erstmals eine eigene Heimstadt, welche mit dem Dreikönigsball 1984 auf ihre Tauglichkeit geprüft wurde.

Nach diesem Probelauf war man voll des Lobes über vorbildliche handwerkliche Ausführung.

 

Eine weitere große Baumaßnahme sollte das Jahr 1991 bringen.

Schon Jahre in Planung und nach einhelliger Willensbekundung der Haupt-versammlung wurde die Neugestaltung des Küchentrakts bereits Mitte März 1992 in Angriff genommen.

 

Auch wenn am ersten Arbeitseinsatz die Begeisterung noch nicht sehr groß war – vielleicht lag es auch an der kalten Witterung – schaffte es der Bautrupp in ca. 2000 Stunden, einen vortrefflichen, allen Erfordernissen standhaltenden Küchentrakt zu erstellen.

Der Vorplatz und die Auffahrt neu angelegt, und die eigenwillige Dachkonstruktion bringt zusätzlich Schutz vor Regen für den Ausschankbereich und die Platz-Musik.

Rechtzeitig zum Königsschießen zu Fronleichnam war die Anlage betriebsbereit und man kann nur mit den Worten von dem damaligen Hauptmann Franz Josef Nonn danken: „Hut ab vor denen, die dieses fertig gestellt haben“.



Es sollte an dieser Stelle, trotz der lobenden Anerkennung von F.J. Nonn, angemerkt werden, dass die Last der Bautätigkeiten zur Hauptsache immer noch auf den Schultern von 10 bis 12 Aktivisten, unserem Bautrupp, lastete.

 

Aber es gab noch ein bauliches Hindernis zu bewältigen, die Erweiterung bzw. Erneuerung unserer Schützenhalle mit direktem Anschluss an die Toiletten-Anlage.

Nachdem bereits 1993 die ersten Vorstellungen diskutiert und wieder verworfen wurden, dauerte es bis ins Jahr 2001.

Nach heftigen Diskussionen, ob die Bausubstanz der alten Halle noch ausreichen würde oder ob man einen kompletten, massiven Neubau wagen sollte, wurde dieselbe untersucht. Man entschied sich für einen separaten Zwischentrakt, welcher in den Altbau integriert werden sollte.

Nach erfolgter Baugenehmigung wurde im Spätherbst 2001 der Teil-Ausbau der Rückwand und der Einbau einer Stahl-Binderkonstruktion vorgenommen.

Da die weiteren Arbeiten wegen des frühen Wintereinbruchs nicht abgeschlossen werden konnten, wurde die Rückwand winterfest abgedichtet.

Mit frischem Mut und neuen Kräften ging es im Frühjahr 2002 wieder ans Werk.

 

Nach der Bodenplatte folgte das Mauerwerk für Hallenverlängerung und Zwischen-trakt bestehend aus Vorratsraum und Flur.

Die Dachkonstruktion wurde harmonisch zwischen alter Halle und vorhandener Toilette eingefügt.

Mit der Fertigstellung wurden auch die sanitären Einrichtungen inklusive Bodenbelag komplett erneuert.

Mit dem Königsball 2003 konnte eine um 50% gewachsene Hallenfläche einschl. allen Nebengewerken erstmals genutzt werden.

Ein Spendenaufruf an die Mitglieder, Zuschüsse der ortsansässigen Banken und eine unverhoffte Bonus-Zahlung der Kreissparkasse, wovon alle Schützen im Kreis profitierten, ließ nach dieser großen Maßnahme wieder ein leichtes Lichtschimmern am Horizont erblicken.

 



Nach einer kurzen Erholungsphase sollte auch unserer Sportschützenabteilung ein lang ersehnter Wunsch erfüllt werden.

 

Nachdem man bereits im Laufe der letzten Jahre 2 Schießbahnen für das KK-Schießen mit einer elektr. Scheibenzug-Anlage modernisieren konnte, wenn auch nur für eine Schießbahn-Länge von 33 m, war es im Jahr 2004 soweit.

Nach Plänen von Peter Nonn und unter weitgehender Verwendung der vorhandenen isolierten Holzwandung wurden die vorgesehenen Schießbahnen nach modernen Gesichtspunkten erstellt.

Anstelle der maroden Dacheindeckung fand für den Teilbereich des Luftgewehrstands eine isolierte Trapezblech-Abdeckung Verwendung.

 

Für diese Maßnahme konnte die Bruderschaft einen Zuschuss des Kreises verzeichnen. Auch eine Zuwendung aus dem Stiftungsfond Winkelhaus war zur Minderung der Belastung sehr willkommen.



So entstand in den Sommermonaten in ca. 700 h Eigenleistung eine Sportstätte, welche bereits in den Rundenwettkämpfen 2004/2005 voll auf ihre sportliche Tauglichkeit geprüft wurde.

Man war über die Arbeitsausführung voll des Lobes und froh, nicht mehr in der Brohler Windbude antreten zu müssen.

 

Bleibt uns Brohler Schützen nunmehr nur noch ein Wunsch offen: Wann ist es mit einer 50 Meter Bahn für den KK-Sport soweit?

 

Zum Abschluss ist es nunmehr unser Hauptanliegen, das Vorhandene zu erhalten und die notwendigen Reparaturarbeiten konsequent durchzuführen.

Hoffen wir, dass in den Reihen unserer Bruderschaft immer so begeisterungsfähige Aktive mit soviel handwerklicher Befähigung vorhanden sind, das Geschaffene weiteren Generationen zum Erhalt zu übergeben.



Neues und Informatives aus unserem Schützenleben

 

Schützenkönig 2017/18

(15.06.17)

 

Martin Schnitker

Nach hartem Ringen

mit anderen Anwärtern
unserer Schützenbruderschaft um die Königswürde 2017,
konnte um Punkt 19:oo Uhr,

mit dem Donnerhall und
öffnen der Pulverwolke des 102.ten Schusses
aus dem Großkaliber

in Kaliber 16“,

auf den Königsrumpf, Schützenbruder

 

Martin Schnitker

 

seinen Triumpf im Wettstreit um die Königswürde 2017 erkennen.


Martin Schnitker konnte nun
unter den Jubelrufen seiner Mitstreiter, die Gratulationen seiner Schützenbrüder in Freude entgegennehmen und
es in Brohl nun die Runde machte:

„Horrido! - Wir haben den neuen Schützenkönig!“


Mit seinem finalen
102.ten Schuß auf den Rumpf,
erlegte er zielgenau den verbliebenen Rest vom Rumpf des Königsvogels.


Martin Schnitker wird damit als 137.ter Schützenkönig

die Reihe der Könige,
im 150.ten Jubiläumsjahr der Bruderschaft,

in Würde weiterführen.

 

Ihm ein dreifaches "Horrido"

und

glückliches Regentschaftsjahr 2017/18!

Brohler Bürgerkönig 2017

Eingebunden in das

150Jahre

Jubiläums-Schützenfest am 27.08.2017
wurde wieder der Bürgerkönig, unter den teilnehmenden Brohler Bürgern, ermittelt.

Nach einem fairen und spannendem Wettkampf
gewann

 

Tobias Mannheim

 

in diesem Jubiläumsjahr,
mit 29 erzielten Ringen

auf der Wertungsscheibe,

den Wettstreit um die Bürgerkönigswürde

2017.

 

Der Siegerpokal bleibt nun bis zum nächsten Schützenfest 2018 in seinem Besitz und er darf sich nun darauf als

Bürgerkönig 2017 verewigen.

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